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Die tatsächlichen Wurzeln der Familie liegen im Dunkel der Geschichte.
Um 1750 siedelte sich Johann Michael Strauß, der Urgroßvater von Johann Strauß Sohn, aus Budapest
kommend in Wien, an den Gestaden der Donau, an. Der Sohn des Offiziersdieners und Tapezierers
Johann Michael wurde auf den Namen Franz getauft. Ihn finden wir um das Jahr 1800 als Bierwirt
in der Leopoldstadt. Dessen dritter, am 14. März 1804 geborene Sohn, hörte auf den Namen Johann
Baptist und sollte als der erste "Walzerkönig" Wiens in die Geschichte eingehen. Der junge Strauß
schloß alsbald Freundschaft mit Josef Lanner, in dessen Orchester er wertvolle musikalische
Erfahrungen sammelte. Bald teilten sich die beiden, bedingt durch das Anwachsen des Orchesters,
die musikalische Leitung desselben. Durch seine Heirat mit der Wirtstochter Anna Streim und
die Geburt seines ersten Sohnes stieg auch sein Bedürfnis nach Unabhängigkeit. Die Trennung
von Lanner wurde schließlich in musikalischer Form, in der Gestalt des "Trennungswalzers" öffentlich
zelebriert, und bald galt das Strauß'sche Orchester als eines der besten in Wien. Gastspielreisen
führten Strauß in weiterer Folge u.a. nach Paris, Berlin, Brüssel und London.
1827 erblickte der zweite Sohn, Josef, das Licht der Welt. 1835 kam das jüngste Kind, Eduard,
zur Welt. Obwohl der Vater auch für die jüngeren Brüder Johanns alles andere als eine musikalische
Ausbildung vorgesehen hatte, (Josef war Architekt, Eduard sollte Diplomat werden) wandten sich
beide der Musik zu und übernahmen seit den 60er Jahren schrittweise die Leitung des Strauß-Orchesters.
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